Die Angst vor der Möglichkeit

Die Angst vor der Möglichkeit

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Wir leben unglücklich in einer Welt der unbegrenzten Möglichkeiten und können keine eigenen Entscheidungen treffen.

Das Internet ist Neuland

Dieses Leid wird den meisten Menschen zuteil, die in unserer hochtechnologischen Gesellschaft aufwachsen. Es gibt unzählige von neuen Erfindungen und das Internet ist eine von ihnen. Wahrscheinlich sitzen jetzt einige vor ihren Bildschirmen und beschweren sich: „Das Internet ist nicht neu!“ Ich muss euch allerdings bremsen und fragen: „Neu im Vergleich zu was?“

Die Geschichte des Lebens

Wenn wir die ganze Geschichte des Lebens auf der Erde auf ein Jahr zusammenfassen, dann gab es seit Januar die Dinosaurier und am 26. Dezember wurden sie durch einen Asteroiden ausgelöscht, dann kamen die Menschen, und zwar 5 Minuten vor Mitternacht am 31. Dezember.

Der Mensch ist überfordert

Der Mensch steht noch völlig am Anfang seiner Evolution. Natürlich haben wir beachtliche Fortschritte gemacht, die nicht von der Hand zu weisen sind. Allerdings entwickeln wir Technologien, die uns weit voraus sind, während wir uns selbst evolutionär noch in der Steinzeit befinden. Das Ergebnis davon ist, dass wir als der Schöpfer dieser Technologien mit unserem eigenen Werk vollständig überfordert sind.

Das Smartphone ist Feind und Verbündeter

Das menschliche Gehirn in seiner jetzigen Entwicklungsphase ist nicht für diese Informationsflut geeignet. Überall blinkt und piept es. Das Smartphone liegt immer in Sichtweite und wird parallel zu jeder Aktivität genutzt. Das rechtfertigen dann viele Menschen mit ihrer Multitasking Fähigkeit. Multitasking ist Bullshit und existiert nicht. Eure Aufmerksamkeit wechselt bloß rasend schnell zwischen zwei Kanälen hin und her. Ihr könnt nur den Übergang nicht bemerken und glaubt, euch auf zwei Dinge zu konzentrieren. Das Resultat davon ist chronische Unaufmerksamkeit. Dazu kommt das verantwortungslose Nutzen von Technologien. Egal, ob beim Autofahren oder beim Arbeiten.

Soziale Kontakte sterben

Wenn ich mit meinem Sohn auf den Spielplatz gehe, sitzen die Eltern der anderen Kinder wie Zombies auf der Parkbank und starren auf ihre Smartphones. Das heißt, dass zu der oben genannten Konsequenz der Konzentrationsschwäche, noch eine Vernachlässigung der sozialen Kontakte kommt. Hierbei spreche ich noch nicht einmal von Freunden, sondern von den engsten Verwandten.

Viele Möglichkeiten und trotzdem sehen wir schwarz

Die fortschrittlichen Technologien haben uns ungeahnte Türen geöffnet. Es sind viele neue Berufsfelder entstanden, die anspruchsvoll und spannend sind. Es gibt Möglichkeiten als App-Entwicklerin oder im Online-Consulting zu arbeiten. Diese Berufe verlangen den Menschen eine hohe Bildung ab und bieten eine Vielzahl von Entscheidungsmöglichkeiten. Dazu kommt noch der schnelle technologische Wandel. Es kann also sein, dass ein Kind mit gewissen Berufswünschen die Schule betritt und nach Abschluss der Realschule, kein einziger dieser Berufe mehr existiert. Natürlich gibt es stattdessen tausende von anderen neuen Berufen. Was allerdings einem heranwachsenden und ohnehin überforderten Jugendlichen Angst macht, anstatt ihn/sie zu motivieren.

Ursprung der Angst

Woher diese Angst kommt, ist klar. Viele Möglichkeiten bieten auch mehr Möglichkeiten für Fehler. Anstatt sich also für einen Weg zu entscheiden, wird die Situation ausgesessen. Das führt im Regelfall zu Resignation. Während wir also dort sitzen und warten, ändern sich die Gegebenheiten weiter und neue Möglichkeiten tauchen auf und alte verschwinden wieder. Dieser Vorgang suggeriert den Menschen Unsicherheit.

Warum also keine Entscheidung treffen?

Unser ganzes Schulsystem bereitet uns in keinster Weise auf diese Aufgabe vor. In der Schule wird uns von der ersten bis zur letzten Klasse gesagt, was wir machen müssen, um eine gute Note zu bekommen. Wir werden wie Soldaten im 45-Minutentakt ausgebildet, um Dinge auswendig zu lernen. Precht spricht von Bulimielernen, was den Vorgang treffend beschreibt. Wir bekommen am letzten Tag ein Zeugnis in die Hand gedrückt, welches uns in Form von Zahlen Auskunft über unsere Fähigkeiten geben soll. Dieses Zeugnis beurteilt nur wie gut oder schlecht wir etwas auswendig gelernt und wieder vergessen haben. Zudem werden wir in Fächern, die einzig und allein auf Begabung beruhen bewertet. Dazu zählen zum Beispiel Kunst oder Sport. Nachdem wir dann entlassen wurden, stehen wir dort vor der großen weiten Welt und den ganzen Möglichkeiten die uns offen stehen. Aber wie sollst du diese nutzen, wenn dir nie jemand gezeigt hat, wie man eigene Entscheidungen trifft?

Dein Marci

Foto: unsplash.com @Marcel Gaelle

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