Der Kampf mit der Angst

Der Kampf mit der Angst

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Alle Ängste werden von uns selbst verursacht. Wir sind der Ursprung unserer Ängste und begeben uns immer wieder in Situationen, die uns Angst machen. Ängste treten in vielen Situationen unseres Lebens auf. Wir haben Angst jemanden zu verlieren oder Angst man würde uns nicht ernst nehmen. Viele Menschen haben täglich Angst um ihre Existenz und befürchten nicht genug Geld zu haben, um sich etwas leisten zu können.

Woher kommt die Angst?

Ängste können durch verschiedene Dinge ausgelöst werden. Grundsätzlich ist Angst eine Stressreaktion. Angst soll uns vor etwas schützen, wie zum Beispiel einem wilden Tier oder einer Naturkatastrophe. Ausgelöst wird die Angst durch ein Signal, was von außen gesendet wird. Es erreicht uns und unser Gehirn verarbeitet es. Wenn das Signal vom Gehirn als Angst erkannt wird, dann wird Adrenalin ausgeschüttet und wir geraten in einen gestressten Zustand. Evolutionär betrachtet, gibt es drei Möglichkeiten, wie wir auf Stress reagieren können: Aggressiv, still oder ängstlich.

Warum sind wir der Auslöser, wenn die Angst von außen kommt?

Angst ist kein schlechtes Gefühl. Es gibt nämlich keine guten und schlechten Gefühle, sondern nur Gefühle. Angst hat genauso seine Berechtigung da zu sein, wie Freude oder Liebe. Wir sind für unsere eigenen Gefühle verantwortlich und müssen selbstreflektiert denken, um zu verstehen, was das Gefühl ausgelöst hat. Wenn wir Angst vor einem bissigen Hund haben, dann liegt es auf der Hand, was uns gerade Angst macht. Wenn wir allerdings Angst haben, wenn wir im Büro sitzen und genau das tun, was wir schon immer machen, dann stehen wir häufig vor einem Rätsel und wissen nicht, woher die Angst kommt. Natürlich wurde die Angst von etwas ausgelöst, was in unserer Umgebung war. Vielleicht hat uns ein Geruch oder ein Geräusch an etwas erinnert und schon fing unser Gehirn an zu arbeiten. Wir denken und denken und plötzlich bricht die Angst aus.

Die Waffen gegen die Angst

Um Angst zu begegnen, gibt es verschiedene Methoden. Ich unterteile diese Methoden in Präventiv- und Interventionsmaßnahmen. Das heißt soviel wie, dass die ersten Methoden dafür geeignet sind, sie regelmäßig anzuwenden, um gar nicht erst in Situationen zu kommen, in denen man plötzlich und scheinbar sinnlos Angst verspürt. Die zweiten Methoden sind dafür da, um in der Situation der Angst zu begegnen und sich möglichst schnell wieder zu beruhigen. Es ist bei beiden Methoden notwendig, dass ihr euch, nachdem ihr Angst hattet, mit euch selbst auseinandersetzt. Hinterfragt jedes Mal wieder, warum ihr Angst hattet!

Die Präventivmaßnahmen

  1. Tägliche Meditationen und Affirmationen.
    • Lass jeden Tag mit einer Meditation beginnen. Nimm dir fünf Minuten Zeit und setze dich aufrecht in dein Bett. Schließe die Augen und gehe in dich. Höre die Geräusche im Raum und atme tief durch. Spüre bewusst deinen Körper und sage dir im Kopf folgende Worte: „Ich bin mutig. Ich bin stark. Ich komme mit jeder Situation klar.“
  2. Gehirnwellen zum Einschlafen.
    • Brainwaves (bzw. Gehirnwellen) sind eine leichte und schnelle Methode um gegen Ängste anzukämpfen. Leg dich abends ins Bett und mach Brainwaves an. Am besten sind hierfür Thetawellen oder Deltawellen. Warte ein paar Minuten und fang dann wieder an, dir folgende Worte im Kopf vorzusagen: „Ich bin mutig. Ich bin stark. Ich komme mit jeder Situation klar.“
  3. Stell dich selbst vor Herausforderungen.
    • Such dir ganz bewusst Situationen aus, die dir sonst Angst machen. Mach dir klar, welche Situationen das sind und was genau dir Angst macht. Erzähl einem Freund davon und begebt euch zusammen absichtlich in eine solche Situation. Ganz wichtig ist dabei, dass du dafür sorgst, dass dein Freund dabei ist und von deiner Situation weiß. Beschreib ihm, wie du dich dabei fühlst und sorgt dafür, dass ihr die Situation verlassen könnt, wenn es nötig ist. Wenn du zum Beispiel Angst davor hast, mit dem Bus zu fahren, wenn viele Menschen dort drin sind, dann fahr nicht gleich 30 Minuten mit dem Bus, sondern nur eine Station.

Die Interventionsmaßnahmen

  1. Das große Stoppschild.
    • Sobald die Angst hochkommt, stell dir ein großes Stoppschild vor. Stell dir vor wie groß und rot es aussieht. Das ist der Punkt wo deine Angst aufhört. Du konzentrierst deinen Sinn auf etwas anderes. Stell dir etwas Lustiges vor. Zum Beispiel, dass die Menschen um dich herum plötzlich keine Kleidung mehr anhaben und rot werden vor Scham.
  2. Tief durchatmen.
    • Schließe deine Augen und versuche in einer Minute exakt dreimal ein- und dreimal auszuatmen. Zähle dabei die Sekunden im Kopf, um auf genau drei Atemzüge zu kommen. Du konzentrierst dich dabei voll auf deine Atmung und das Zählen und vergisst deine Angst dabei.
  3. Höre die Geräusche.
    • Schließe deine Augen und versuch im Raum mindestens drei Geräusche zu hören. Lass dir dafür eine Minute Zeit und versuch nur über das Gehör herauszufinden, welche Geräusche das sind und woher sie kommen.

Ein letzter Tipp eines Veteranen

Ich kann mich selbst als Experten für Angst bezeichnen. Ich habe viele Jahre und PTBS gelitten und musste mich mit mir selbst auseinandersetzen. Eine richtige Panikattacke dauert nicht länger als fünf Minuten. Wenn die Angst hochkocht, dann fühlt sich das wie eine Ewigkeit an. Mach dir also immer bewusst, dass das Gefühl wieder weggeht. Das nimmt dir auf jeden Fall die ersten Ängste weg und du kannst dich auf eine der Übungen konzentrieren. Rede mit anderen Menschen über deine Ängste, denn sonst wirst du sie niemals los. Menschen die Angst haben, trauen sich nicht, sich einem anderen anzuvertrauen und bleiben mit ihren Ängsten allein. Das ist der größte Fehler, den du machen kannst.

Viel Erfolg und Kopf hoch. Ich habe es auch geschafft, dann schaffst du es erst recht.

Dein Marci <3

Titelbild: Aarón Blanco Tejedor /unsplash.com

2 Antworten auf „Der Kampf mit der Angst“

  1. Wow…Danke für diese Zusammenfassung!
    Würdest du sagen, dass PTBS jemals wirklich komplett verschwinden oder bleibt das latent ein Leben lang? liebe Grüße

    1. Hey Anni,
      sorry, dass ich jetzt erst antworte. Ich glaube fest daran. Ich habe kaum noch Beschwerden und meine Medikamente werden langsam abgesetzt. Allerdings habe ich auch eine fast 7 Jahre lange Therapie gemacht. Wichtig ist, dass man sich früh damit auseinandersetzt.
      liebe Grüße,
      <3 Marci

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