Warum „shamen“ wir andere?

Warum „shamen“ wir andere?

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Shame on you! Du solltest dich schämen! Schämst du dich nicht?

Wir alle kennen das Gefühl der Scham. Dieses eklige Zusammenziehen im Brustkorb und im Hals, das Herz schlägt rasend, die Wangen werden rot und die Stimme zittrig.

Mich selber interessiert dieses Thema sehr, da mich die Scham mein Leben lang stark begleitet hat und ich zurzeit dabei bin, mich mehr und mehr von ihr zu lösen.

Genau wie Stolz und Schuld, ist Scham an den sozialen Gegebenheiten gebunden und hat seine kulturellen Hintergründe. Na klar! Wenn es bspw. um Kleidung geht: Würden wir uns nicht schämen und alle nackt rumlaufen, würden wir alle übereinander herfallen und das gäbe absolutes Chaos. Alles bleibt in einem gewissen Maße und sobald jemand über dieses Maß geht, schauen wir ihn schräg an.

Aber interessant daran ist, dass wir diese Werte, nach denen wir andere beurteilen, alle erlernt haben. Schließlich sind wir nicht mit Scham geboren. Doch warum belassen wir es denn nicht bei uns? Warum beschämen wir andere und zeigen mit dem Finger auf sie? Selbst bei kleinen Banalitäten. Hierzu einige Gedanken:

Warum „shamen“ wir andere?

Tabu-Thema

Es ist tabu! Scham ist etwas, das man unterdrücken und im Keller einsperren sollte. Weshalb sonst gibt es immer das schwarze Schaf oder Sündenböcke, wie wir sie nennen. Schon in der Schule gab es immer ein oder zwei Schüler, die man für jedes Unheil verantwortlich machen konnte. Alle wissen ganz genau, dass auch jeder andere vermutlich die eine oder andere „Leiche im Keller“ hat, doch niemand will es zugeben. Denn wir sind schließlich Engelchen. Und damit zum nächsten Punkt…

Leugnung

Wir leugnen, dass wir uns für etwas schämen. Stattdessen meinen wir, dass das, was wir tun, richtig sei, während andere alles falsch machten. Was jedoch bewiesen ist, ist, dass in dem Moment, in dem du jemanden beschämst, in deinem eigenen Gehirn die Reaktion stattfindet, die bei Scham ausgelöst wird. Wir schämen uns zwar, wollen es jedoch nicht wahrhaben, weil es unangenehm ist zu akzeptieren, dass man mit sich unzufrieden ist. Also wählt man den einfach Weg: Mit dem Finger auf andere zeigen, um nicht auf sich selbst zeigen zu müssen.

Entschuldigung

Dadurch dass wir den Fokus auf andere lenken und ihr Verhalten „judgen“ und „shamen“, müssen wir nichts an uns selbst ändern. Schließlich sind wir doch perfekt und nur andere machen alles falsch. Es ist eine Entschuldigung dafür, nichts an seiner eigenen Lage, mit der man unzufrieden ist, zu ändern.

Mangelndes Selbstbewusstsein

Die Sache ist, die meisten sind sich ihrer Selbst nicht bewusst, sie kennen sich selbst noch nicht einmal. Sie wissen nicht, was sie im Leben wollen und wofür sie stehen. Wie hoch ist also die Wahrscheinlichkeit, dass eine so unselbstbewusste Person nicht nach dem Maßstab geht, nach dem die Masse geht. Meint man ein Niemand zu sein, dann legt man sehr wohl Wert darauf, von anderen als Jemand gesehen zu werden. Und würde eine solche Person nicht im „Sicheren“ bleiben wollen und der Masse nachgehen, um ja nicht kritisiert werden zu können? Man „shamt“ andere, so wie die meisten es tun und schon ist man auf der sicheren Seite. Man macht andere runter, um sich aufzuwerten, obwohl sich im Leben rein gar nichts verändert hat. Doch die Illusion reicht.

Und warum sollten wir mit dem „shamen“ aufhören? 

Genau aus diesen Gründen! Fertig!
Wir können zwar weiterhin mit dem Finger auf andere zeigen, aber tut uns das gut? Darum geht es!
Wir sollten den Fokus mehr auf uns richten, statt auf andere, wenn wir denn wirklich etwas an uns ändern wollen. Den Fokus mehr auf unsere Schwächen, an denen wir arbeiten wollen, nicht auf die der anderen. Und vielleicht ist etwas für dich eine Schwäche, jedoch für jemand anderes etwas Schönes. Jeder hat seine ganz individuelle Biografie und somit seine ganz individuelle Perspektive. Das sollte man berücksichtigen. Und sobald du etwas in jemanden verurteilst, verurteilst du etwas in dir. Also sollten wir es als Signal dafür nehmen, wieder den Fokus auf uns zu lenken. Denn das Glück liegt in einem selbst.

Deine Milana♥

Titelbild: Thought Catalog/unsplash.com

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