Das Glück hält niemals lange

Was hast du heute alles getan, um dem Glück auf der Spur zu sein? Hast du es geschafft, ein wenig von der zarten Erfüllung zu ergattern oder bist letztendlich doch mit leeren Händen heimgegangen?

In diesem Leben gibt es meiner Meinung nach zwei Säulen, die beständig gehalten werden müssen, um die Erfüllung zu finden. Dieses Glück ist also ein Produkt aus zwei Bereichen, die du meistern musst. Erst einmal ist da die Wissenschaft des Erfolges. Dazu kommt die Kunst der Erfüllung. Aus diesen beiden Komponenten und ihrem ausgeglichenen Zusammenspiel ergibt sich letzten Endes dann das Glück, das wir im Leben so sehr ersuchen. Und nein, dieses Glück ist nicht in weiter Zukunft. Es ist vor allem im Hier und Jetzt, doch auch das nicht für allzu lange Zeit. Denn Glück ist nicht wirklich beständig. Was ich damit meine, werde ich dir im Folgenden erklären.

Der Glücks Set-Point

Was ist der Glücks Set-Point? Kennst du das Gefühl, wenn du etwas in deinem Leben erreicht hast, was du dir schon ewig vorgenommen hast und es gibt dir dieses gewisse Etwas? Ein großes Projekt steht an, du hast dich bereit gemacht, du ziehst es durch und gewinnst auf ganzer Linie. Der Sieg gibt dir dieses Gefühl von Errungenschaft, einen Cocktail aus Hormonen, der dich aufblühen lässt. Du hast dir ein Ziel gesetzt und es erreicht, auch wenn es hart war. Doch dieses Gefühl hält irgendwie nicht allzu lange an. Was als nächstes passiert, ist, dass du wieder in ein Loch fällst, völlig verwirrt und orientierungslos. Wo ist die Freude hin? Was mache ich jetzt? Wie kann ich wieder dieses Gefühl von Fülle bekommen? Also gehst du los und triffst dich mit Freunden oder der Familie, genießt die Zeit, hast deinen Spaß und verlierst dich in der Freude. Leider jedoch hält auch das nur für eine gewisse Zeitspanne an, denn du fängst an zu zweifeln, weil du dich doch noch selbst verwirklichen wolltest. Da sind noch so einige Dinge, die du in deinem Leben erreichen willst, welche du zur Seite geschoben hast. Du schaffst es also immer, an einen gewissen Punkt von Glück zu kommen, ihn zu halten, ist jedoch eine andere Frage. Der übliche Glücks-Verlauf sieht also ungefähr so aus, wie auf dem folgenden Bild.

Die Glücksbase

Die Glücksbase ist am Anfang der roten Linie, repräsentiert den Start, der Glücks Set-Point wiederum spiegelt das Ziel wider. Sinkt die rote Linie wieder, so wirst du unzufrieden. Fällt die rote Linie unter die anfängliche Glücksbaseline, so wirst du gar depressiv werden. Der Raum zwischen der Glücksbase und dem Glücks Set-Point ist also die Angst, die dich beherrscht. Auf dem Graphen kannst du eine 0 bis 3 sehen. Diese Zahlen sind ein Zeichen für deine Lebensqualität. Du musst wissen, dass das Glück an sich jedes Mal das gleiche ist. Es ist egal, ob du eine Abschlussklausur geschafft hast oder gerade 500.000 Euro gewonnen hast, an sich sind es immer dieselben Hormone, die ausgeschüttet werden, die dich zu einem glücklichen Menschen machen. Diese Hormone kommen entweder aus den Beziehungen zu anderen Menschen oder deinen eigenen Erfolgen im Leben. Was sich jedoch verändert, ist die Lebensqualität, sofern du danach strebst. Du kannst dasselbe Glück haben und auf der Null bleiben. Allerdings mit kleinen Unglückspausen dazwischen. Das ist nämlich genau das, was die meisten von uns machen.

Bloß nichts Neues

Stell dir vor, du stehst auf einer Tartanbahn und musst 100 Meter laufen. Du hast das ganze noch nie vorher gemacht. Es knallt und du läufst los, so schnell du kannst. Als du am Ziel ankommst, denkst du dir: „Puh, das war einfach der Hammer.“ Dopamin, Endorphin, Serotonin und was auch immer noch dazu gehört. Ein Cocktail an parasympathischen Hormonen schießt durch deinen Körper. Vor dir sind nun 120 Meter, die als nächste große Aufgabe auf dich warten. Was machst du nun? Gehst du deine nächste große Aufgabe an oder machst du jetzt genau das, was alle anderen meistens machen. Sie laufen noch ein paar mal die 50 Meter Bahn, auch wenn sie sich schlecht fühlen, nur um irgendwann wieder auf die 100 Meter Bahn zu kommen und sich wieder wie der König der Welt zu fühlen, weil sie sich in erster Linie nie getraut haben auf die 120 Meter Bahn zu gehen. Erkennst du das Problem? Wir machen im Leben einen Schritt vorwärts und sind glücklich darüber und anstatt noch einen zweiten Schritt nach vorne zu gehen, gehen wir lieber einen Schritt zurück, nur um den ersten Schritt nochmal machen zu können. Warum? Weil wir glauben, dass es einfacher ist. Allerdings stimmt das so nicht. Denn was wirklich zählt, sind doch am Ende die Unglücksphasen, oder nicht? Wie lang sind die Unglückspausen zwischen den verschiedenen Szenarien denn wirklich?

Szenario 1

Du läufst die 100 Meter Bahn. Anstatt die nächste Stufe zu erreichen und die 120 Meter zu laufen, gehst du zurück auf die 50 Meter Bahn und bist eine Zeit lang unglücklich, nur um die 100 Meter Bahn noch einmal laufen zu können und sie noch einmal genießen zu können. Beispielweise findest du einen Job. Das macht dich in erster Linie glücklich. Dann verkackst du diesen Job, nur um einen neuen finden zu müssen, was dich wieder glücklich macht, sobald du ihn hast. Genauso kannst du das auf alles in deinem Leben übertragen. Allerdings kostet dich diese Methode immer eine Zeit voller Unglück.

Szenario 2

Du läufst die 100 Meter Bahn. Es macht dich glücklich und du siehst die 120 Meter Bahn als nächste Stufe. Es macht dir etwas Angst. Das ist der einzige Moment, in dem du etwas unglücklich bist, doch du läufst direkt los. Du kommst durch das 120 Meter Ziel und bist wieder völlig zufrieden und Glücks-erfüllt. Ende. Wie du siehst, ist hier der einzige Moment, in dem du unglücklich bist, der kleine Zeitpunkt, als dich die Angst trifft. Doch was ist schon ein bisschen Angst, im Vergleich zu einer langen Zeitspanne von Leid? Wenn du nach diesem Fall gehen würdest, dann würde dein Graph ungefähr so aussehen.

Lebensqualität ist das, was bleibt

Wie du siehst, hat sich der Raum zwischen deiner Glücksbaseline und dem Glücks Set-Point nicht verändert, auch wenn der Graph nach oben geht. Dass es einen Zwischenraum geben wird, wirst du niemals wegbekommen. Ebenso wenig kannst du Angst und Glück aus deinem Körper entfernen. Was jedoch anders ist, ist die Lebensqualität und die Pausen zwischen den Graphen. Anstatt lange Pausen, die ins Minus gehen, hast du jetzt kurze Pausen mit Angst, die mit einem hohen Peak im Glück und einer steigenden Lebensqualität wieder ausgeglichen werden. Was also lohnt sich für dich wohl eher? Ich weiß, dein Kopf macht dir oft vor, dass es sinnvoller wäre 5 Schritte zurückzugehen, um 5 Schritte vorwärtsgehen zu können, doch alles in allem lohnt es sich einfach 10 Schritte vorwärtszugehen, auch wenn du dabei deine Angst überwinden musst.

Dein Isa

Die Kunst des Schweigens

„Morgen fange ich an.″, „Wenn ich mehr Zeit habe, dann fange ich an″ oder „Ich muss erstmal abnehmen, bevor ich mit Sport anfangen kann.″ Wenn dir einer dieser Sätze bekannt vorkommt, dann solltest du diesen Blog zu Ende lesen, um dir selbst einen optimalen Start in ein sportliches Leben zu ermöglichen.

Der Schweinehund

Der innere Schweinehund hält uns ständig zurück und versucht uns davon abzuhalten zum Sport zu gehen. Aber warum genau versucht er das? Haben wir Angst zu versagen? Sind wir zu faul, um den harten Weg zu gehen? In den meisten Fällen ist es eine Mischung aus beidem. Einen Anfang zu finden, ist immer schwierig und sobald man erstmal angefangen hat, ist es einfach. Nur wo können wir anfangen? Die meisten Menschen kommen nur bis zur Planungsphase und danach nicht mehr weiter.

Selbstbetrug

Wir betrügen uns ständig selbst, indem wir uns irgendwelche Sachen vornehmen und dann nicht in die Tat umsetzen. Man überlegt sich, nächste Woche mit Sport anzufangen und macht sich direkt einen Trainingsplan. Alle Trainingstage stehen fest: Montag Ausdauer, Mittwoch Kraft, Freitag Kickboxen. Du hast dir sogar einen Ernährungsplan gemacht: Morgens Kohlenhydrate, kein Zucker, gesunde Fette und abends nur Proteine. Alles, was du dir vorgenommen hast, hast du auch zu Papier gebracht und es aufgeschrieben, aber du schaffst es niemals, auch nur einen Fuß in die Trainingshalle zu setzen.

Reden ist Silber und Schweigen ist Gold

Unser größter Fehler ist es, dass wir mit anderen darüber sprechen. Ich würde unter allen anderen Umständen sagen, dass es super ist, mit anderen über deine Vorhaben oder deine Ziele zu sprechen, aber nicht in diesem Fall. Du kannst mit anderen darüber sprechen, wenn du tatsächlich angefangen hast oder wenn du schon seit längerem dabei bist. Aber nicht, wenn du vorhast anzufangen und noch nicht mal mit der Umsetzung im Gange bist. Wenn es um unsere Fitness geht, dann kämpfen wir alle alleine und müssen diesen Kampf austragen, ohne uns die Erlaubnis oder die Bestätigung von dritten zu holen.

Positives Gefühl

Was hier passiert, ist ein psychologischer Effekt. Wir fühlen uns automatisch so, als wären wir unserem Ziel etwas näher gekommen, wenn wir darüber sprechen. Wir reden darüber und unser Gehirn sendet ein positives Signal an unser Belohnungszentrum. Deshalb denken wir, wir haben etwas Gutes getan, was wir in jedem Fall wiederholen müssen. Das tun wir dann auch und erzählen unseren Plan möglichst vielen Freunden, damit wir uns noch besser fühlen, obwohl wir noch nicht mal angefangen haben unser Ziel zu erreichen.

Gute und schlechte Freunde

Wenn unsere Freunde gute Freunde sind, dann sagen sie uns, dass wir nicht nur reden sollen, sondern auch anfangen sollen. Das ist aber sehr unangenehm und die meisten Freunde trauen sind nicht, sowas zu sagen. Stattdessen sagen sie uns, dass unsere Idee super ist und dass sie es richtig gut finden, dass wir vorhaben zu trainieren. Dieses positive Feedback bestätigt uns noch mehr in unserem Verhalten und wir machen erst recht nicht weiter.

Durchziehen

Mach dir einen Plan und fang direkt an. Nicht morgen, sondern heute. Erzähl niemandem davon, außer den Leuten, mit denen du zusammen beim Training bist. Pusht euch gegenseitig. Setzt euch hohe Ziele und kämpft dafür. Du bist ein Einzelkämpfer und selbst wenn die Leute um dich herum aufhören zu kämpfen, machst du trotzdem weiter. Alles beginnt in deinem Kopf, also sag dir immer wieder selbst: „Ich bin noch nicht am Ziel, ich muss weiter machen.″

Dein Marci

Wie hilft mir Sport, den Schmerz hinter mir zu lassen?

Jeder von uns sollte eine Strategie haben, wie er mit schwierigen Situationen im Leben umgehen kann. Ich persönlich kenne viele Leute die bei Problemen sofort in die nächste Kneipe oder in die nächste Spielo rennen. Dann gibt es noch die Leute, die anfangen wie verrückt andere zu daten und laden sich jede erdenkliche App runter, um sich ein bisschen Bestätigung zu holen und sich besser zu fühlen. Es gibt natürlich auch Menschen, die sich zurückziehen und sich von der Außenwelt abschotten. Ich halte von diesen Methoden überhaupt nichts. Alles, was ich dort oben genannt habe, habe ich über Jahre probiert und es hat wirklich nichts gebracht. Es bringt uns kurzzeitiges Glück und Bestätigung, aber keine langfristigen Erfolge.

Schlechte Methoden

Wenn ich zum Beispiel meinen langjährigen Partner verliere und dann total unglücklich und verständnislos zuhause sitze, dann ist es einfacher sich mit der nächsten Frau abzulenken, als sich mit der Situation auseinanderzusetzen und darüber zu reden. Ich kann natürlich auch einfach ein paar Bier trinken, um alles für den Moment zu vergessen, um dann einem Fremden in der Kneipe mein Herz auszuschütten. In der Spielothek sitzt du dann da und gewinnst kleine Beträge, die dir ein Gefühl von Erfolg vermitteln und somit deine Niederlage vergessen lassen. In der Isolation hockst du in deinen eigenen Tränen und kommst nicht mehr heraus. Jeder Tag, den du damit verschwendest, weinend im Bett zu liegen, fesselt dich mehr an deine Isolation und es wird schwieriger, den Schritt nach draußen zu wagen.

Reden ist die beste Medizin

Ich sage euch gleich vorweg, dass die einzige Art und Weise, um Probleme wirklich effektiv hinter sich zu lassen, reden ist. Du kannst jeden Menschen belügen und behaupten, du hättest keine Probleme. Du kannst auch jedem Menschen alle deine Probleme erzählen und dich total ausheulen. Wichtig ist aber die Art und Weise, wie du das machst. Lügen ist wirklich das Dümmste, was du überhaupt tun kannst. Es geht nicht darum, die Unwahrheit zu sagen, sondern vielmehr darum, dass du dich selbst damit belügst.

Lügner mag keiner

Wenn du deine Freundin verloren hast und es dir deshalb schlecht geht, dann erzähl nicht jedem, dass es dir überhaupt nichts ausmacht. Wenn du das tust, dann versuchst du automatisch diese Lüge zu schützen und musst dich jedes Mal so verhalten, als wenn es dir egal ist. Was passiert aber, wenn du ihr auf der Straße begegnest? Was passiert, wenn dich ein alter Freund darauf anspricht?

Es wird dir unangenehm sein und deine Mitmenschen merken das. Sie werden sich von dir distanzieren, weil sie dich für unehrlich und suspekt halten. Es ist kein bisschen förderlich, wenn du sowieso schon verlassen wurdest, dann noch Freunde zu verlieren, weil die keine Lust haben mit einem Lügner rumzuhängen. Extrem rumzuheulen stößt die Leute auch ab. Wenn du zu jedem gehst und den traurigen verlassenen Typen spielst, dem es jetzt so schlecht geht und nicht mehr weiter weiß, dann will sich das bald niemand mehr anhören und die Leute distanzieren sich von dir. Wir haben also wieder das gleiche Problem wie oben erwähnt.

Was mache ich jetzt?

Was ist jetzt also der richtige Weg?

Halte deinen Körper sauber.

Halte deinen Geist sauber.

Gib nicht anderen die Schuld an deiner Situation.

Krieg deine Probleme selbst auf die Reihe.

Es spricht wirklich nichts dagegen sich bei einem guten Freund auszuheulen und das darf man auch gerne tun. Versink aber nicht in Selbstmitleid, sondern schau nach vorne. Mach dir selber mal wieder klar, wie großartig du eigentlich bist und was du alles alleine schaffen kannst.

Kannst du jeden Morgen um 6:00 Uhr aufstehen und 5 Kilometer laufen? Kannst du jeden Tag Obst und Gemüse essen? Natürlich kannst du das und sogar noch viel mehr. Heul dich aus und rede mit jemandem über deine Probleme, dann stell deinen Wecker auf 6:00 Uhr und steh am nächsten Morgen auf, um 5 Kilometer zu laufen. Das machst du jeden Tag in der Woche und wenn dir die Strecke zu kurz ist, läufst du weiter. Es wird verdammt hart aufzustehen und du wirst am liebsten liegen bleiben wollen, weil du noch viel weniger aufstehen willst, mit den ganzen blöden Gedanken im Kopf. Das ist aber vollkommen egal, denn du stehst trotzdem auf. Such dir einen Sportverein oder Fitnessstudio und such dir einen Sport aus, der dir Spaß macht.

Dein gesamtes Mindset wird sich ändern und das verspreche ich dir, weil ich das schon mehr als einmal erlebt habe. Der nette Nebeneffekt, dass man abnimmt und Muskeln aufbaut, ist natürlich auch nett und sorgt dafür, dass du dich selbst wieder mehr zu schätzen weißt.

Aus meinem Alltag

Zu mir kommen ständig Menschen mit Problemen und auf der Suche nach einem Ausweg. Ich drücke denen einen Zettel mit den Trainingszeiten und meiner Nummer in die Hand und hoffe, dass sie zum Training kommen, um ihre Probleme zu bewältigen. Zudem höre ich mir jede Geschichte auch gerne an und gebe gute Tipps. Ich sage aber auch wirklich jedem: „Hör auf rumzuheulen und krieg deine Probleme auf die Reihe.“ Du kannst mich danach dafür hassen oder du fängst an zu kämpfen.

Du hast die Wahl

Dein Marci