Wenn du nichts änderst, wird sich auch nichts ändern

Planung und Organisattion sind das A und O, wenn du aus der Zeit, die du hast, das meiste rausholen willst. Wenn du alles unter einen Hut bringen willst. Was heutzutage ein Riesen-Kritikpunkt ist, denn wir sind nonstop erreichbar, alles geht schneller, man arbeitet, man hat Träume und nebenbei wollen noch andere was von einem. Da ist es nicht von Vorteil alles aufzuschieben! Alle Aufgaben stauen sich an und man verfällt in ein tiefes Stress-Loch. Deshalb lass uns gemeinsam herausfinden, weshalb du vielleicht so ein unorganisierter Aufschieber bist, damit du endlich was daran ändern kannst…

Warum aufschieben?

 

Chillen muss sein, aber auch nicht den ganzen 

Und schon wieder alles aufgeschoben…

Wir kenne es. Es ist immer wieder dasselbe. Eigentlich wolltest du deine verdammten Hausaufgaben machen oder dich auf die Prüfung vorbereiten aber letzten Endes hast du es einfach gelassen. Ja, du weißt selbst ganz genau, dass es keine gute Idee ist, bis kurz vor die Prüfung zu warten oder die Hausaufgaben in der Pause zu machen. Trotzdem sind wir Menschen so naiv zu glauben, dass dennoch alles gut wird. Doch irgendwann wird der Druck so groß, dass wir es einfach hinter uns bringen, sofern uns die schmerzhaften Konsequenzen wirklich bewusst werden.

Warte mal. Ist dir eigentlich schon einmal aufgefallen, dass andauernd dieser Druck entsteht und wir dann plötzlich in Bewegung kommen? Komisch oder? War das bisher nicht immer der Fall? Es steht eine überlebenswichtige Prüfung an und wir prokrastinieren was das Zeug hält. Das Ganze wird ja immerhin nicht weglaufen, morgen ist auch noch ein Tag, oder?

Aufschieben als Trend?

Aber genau dieses Verhalten sorgt doch dafür, dass wir die Rechnung nicht rechtzeitig bezahlen, wodurch wir wiedermal die Mahnung bekommen und wieder einmal mehr blechen müssen, als eigentlich nötig wäre. Es ist beinahe ein Lifestyle geworden. Wenn man anderen davon erzählt, wie sehr man alles vor sich hinschiebt wirkt es eher lustig als ernst. Beinahe so, als wäre man angesehener, umso mehr man alles schleifen lässt.

Das steht immerhin irgendwie für Coolness, oder? Nur zugeschnürte, kleinkarierte und nervöse Angsthasen planen alles im Voraus, um bloß keinen Fehler zu machen, kann das sein? Jemand der cool und gelassen ist, würde doch niemals schon Tage zuvor am Kalender sitzen, nur um jeden Tag am Schreibtisch sitzen zu dürfen. Stattdessen lieber eine Woche vorher Gas geben, so wie alle anderen das eben auch machen. Das ist halt der Trend.

 

Organisation ist das A und O

Hinter jedermanns Erfolg steht Organisation

Das Interessante an der ganzen Sache ist, dass es wirklich nicht so einfach ist, wie man vermuten könnte. Viele glauben, sie brauchen sich einfach nur einen Terminkalender anzulegen oder eine App zum Organisieren runterzuladen und dann wird alles plötzlich wie aus Zauberhand laufen. Allerdings haben die Selbstregulation und Organisation mit viel mehr zu tun, als einfach mal so zu tun als ob. Es sitzen viel tiefere, psychologische Aspekte dahinter, die es einem immer wieder schwer machen im Leben seine Dinge zu regeln.

Was waren das für Menschen in deinem Leben, die dir zeigen wollten, dass du dich organisieren musst? Waren es berühmte Schauspieler, Sportler, Musiker, Künstler oder Influencer oder eher doch deine Eltern oder Lehrer? Menschen mit denen du oft gestritten hast und über die du dich oft aufgeregt hast? Sätze wie „Mach endlich deine Hausaufgaben!“ oder Sei gefälligst pünktlich!“ sind doch meist die Devise, oder? Eltern und Lehrer waren ständig unter Stress und angespannt, während Superstars nicht einmal annähernd so schienen, als müssten sie sich organisieren. Diese Starts schienen viel eher so geboren zu sein, dass sie alles einfach hinbekommen. Ganz easy und locker. Also was tun wir? Wir nehmen uns viel eher ein Beispiel an den Superstars, die wie wahre Rockstars einfach so ihr Ding machen und auf alles einen Scheiß geben.

 

Negative Verbindung zu Organisation

Dabei vergessen wir jedoch oft, dass diese Superstars umgeben sind von Leuten, die sie organisieren und ohne die sie komplett aufgeschmissen wären. Außerdem übersehen wir dabei, dass die Organisation nie nach vorne hin stattfindet, sondern im Hinterzimmer passiert. Alles was wir sehen und fühlen, sind gestresste Eltern sowie Lehrer, die uns was von Organisation erzählen wollen. Weil unser Gehirn jedoch leider nicht so schlau ist, wie wir immer denken und keinen Plan davon hat, was „sich zu organisieren“ bedeutet, macht es eine sehr unvorteilhafte Sache, die uns letztendlich zu Faulenzern macht.

Das Gehirn verbindet diese negative Erfahrung mit den Eltern mit der Organisation. Weil deine Eltern oder deine Lehrer in dem Moment unausstehlich sind, verbindet unser Gehirn Organisation mit etwas Negativem, obwohl es rein gar nichts damit zu tun hat. Überkommt dich oft dieses mulmige und unangenehme Gefühl, wenn du daran denkst, dass du dich organisieren oder Verpflichtungen eingehen musst, an die du dich unbedingt zu halten hast? Was denkst du, warum das so ist? Du hast einfach keinen Bock, so wie deine Eltern oder deine Lehrer zu sein. Du hast eine kleine süße Negativassoziation in deinem Kopf, die jedoch einen sehr großen und schädlichen Effekt auf dein Leben hat, nämlich, dass du nicht einmal halb so viel aus deinem Leben machst, wie du eigentlich könntest.

Unorganisiertheit bringt Schaden

Denn sei mal ehrlich. Jedes Mal, wenn deine Mama reinkam, um dich anzumachen, weil du dein Zimmer nicht aufräumst, hast du da nicht erst recht und aus Trotz einfach alles liegen lassen, um dich an deiner lieben unschuldigen Mama zu rächen? Auch wenn wir es unterbewusst machen, eine Sache ist klar: Es hindert uns daran, all die Dinge zu erreichen, die wir gerne erreichen würden und das ist ein Problem, denn wir verschwenden damit echt viel Zeit, die wir in unsere Träume und Wünsche stecken könnten.

Es ist belegt, dass prokrastinierende Menschen eher dazu neigen, Alkohol in rauen Mengen zu konsumieren, weil sie keine Kontrolle über sich selbst haben. Außerdem belügen sie sich häufiger mit Sätzen wie: „Ich kann viel besser unter Druck arbeiten, das ist alles“, oder „Das kann ich auch morgen machen.“. Tatsächlich! Jedoch ist dieser Druck ziemlich schädlich für uns, da er unnötigen Stress verursacht und so auf langfristige Sicht zu Krankheit und weniger Erfolg im Leben führt.

Finde die Gründe für deine fehlende Organisation:

Fang dafür an mit den folgenden Fragen:

Glaube auf keinen Fall, dass du in irgendeiner Weise schlechter bist als andere, nur weil du unorganisiert bist. Wie gesagt… all das hat seine Wurzeln.

  1. Woran denkst du, wenn du an Aufgaben denkst? Denkst du an alles, was schiefgehen könnte?
  2. Stellst du dir dazu noch vor, wie die Leute von dir denken könnten, wenn du scheiterst?
  3. Denkst du dir deshalb, du solltest lieber gar nicht erst anfangen, um gar nicht erst zu scheitern?
  4. Grübelst du direkt über alle anderen Verpflichtungen nach, die damit zusammenhängen, dass du deine Aufgaben erfüllst?
    1. Beispielsweise → Wenn ich diese Prüfung bestehe, dann bekomme ich meinen Abschluss und muss in die Arbeitswelt → Die Arbeitswelt ist mit vielen neuen unbekannten Herausforderungen versehen, die ich nicht vorausberechnen kann. → Das bedeutet ich sollte mir noch mal Gedanken machen, ob ich diese Prüfung wirklich schaffen will.

Vielleicht denkst du dir jetzt: „Warum zum Teufel sollte ich durchfallen wollen? Das ergibt doch gar keinen Sinn?“. Genauso wenig Sinn ergibt es, dass sich Menschen Zigaretten kaufen, die sie umbringen werden. Unser Gehirn denkt nicht rational. Es denkt viel eher emotional. Das ist der Grund, warum wir immer wieder auf solche dummen Ideen kommen. Aber weiter mit unserem Programm:

  1. Denkst du dir manchmal: „Wenn ich diese Aufgabe schaffe, dann wird noch mehr von mir erwartet.“?
  2. Glaubst du vielleicht, dass du alles perfekt machen musst, damit es erst gut sein kann?

 

 

Wovor flüchtest du?

In diesen Fragen sind 3 verschiedene Muster wiederzuerkennen:

  1. Du hast Angst zu versagen

Du machst dir wirklich Sorgen darüber, was andere über dich denken und hast Angst in ein ungünstiges Licht zu fallen, da es dir unglaublich wehtut, dass Leute mit dem Finger auf dich zeigen oder sogar über dich lachen.

  1. Du hast Angst zu gewinnen

Ja, tatsächlich. Eine der größten Ängste, die wir Menschen haben und die tief vergraben ist, ist, dass wir Angst davor haben, erfolgreich zu sein. Du hast große Angst vor Erfolgen, da sie neue Aufgaben mit sich bringen, denen du dich stellen müsstest, also gehst du es gar nicht erst an, um auf sicherer Seite zu bleiben.

  1. Du bist zu perfektionistisch

Du gehst dem ganzen aus dem Weg, weil du glaubst, dass die Dinge nur dann gut sind, solange sie perfekt sind. Dein Leben muss eine absolute 1 widerspiegeln und sonst gar nichts. Also begnügst du dich nur noch mit den Opportunitäten, die eine sichere Chance auf Anerkennung und perfektem Ergebnis versprechen.

Lösung: Einfach durchziehen

 

Setz dich ran und mach dein Ding

Letzten Endes suchen wir Menschen immer den einfacheren Weg,  rein instinktiv. Damals in der Steinzeit war es wichtig, am einfachsten an das Essen ranzukommen, um so viel Energie wie möglich zu sparen, denn zu der damaligen Zeit war es überlebenswichtig diese Reserven für sich zu behalten. Heutzutage können wir nur so damit rumwerfen, was jedoch ebenfalls zu einem unglücklichen Lifestyle führt. Chillen statt Prüfung. McDonalds statt dem Kochen in der Küche. Unser Gehirn führt uns auf seine Art und Weise in die Irre.

Deshalb ist es umso wichtiger zu verstehen, dass diese Instinkte heutzutage nicht mehr gerechtfertigt sind. Es ist nicht mehr vorteilhaft, wenn wir alles hinauszögern. Das nächste Mal, wenn du in der Situation bist, dir Aufgaben vorzunehmen und sie täglich einzuhalten, gibt es nichts anderes was du tun kannst, als es einfach durchzuziehen.

Ja, ich weiß, es fühlt sich unbequem an und macht einem viel zu oft den Kummer, den man eh nicht haben will. Allerdings habe ich ein Versprechen an dich. Wenn du dich wirklich organisiert und über deinen Schatten springst, wirst du plötzlich eine Sache merken: Dein Gehirn hat dir völlig unnötig diese Ängste eingeflößt. Es ist zwar anfangs eine Überwindung, doch auf langer Strecke eine unglaubliche Erleichterung. Du kannst dir wirklich nicht vorstellen, wie viel mehr du bewerkstelligen wirst, sobald du dich einmal auf deine vier Buchstaben setzt, um deine Woche zu planen. Eine Stunde Planung gibt dir 20 Stunden zurück. Also hör auf 20 zu verschwenden, nur um eine zu genießen. Ich will nicht wie deine Eltern oder deine Lehrer klingen, aber um die geht es hier ja nicht, wie wir gelernt haben. Zieh es durch!

Dein Isa

Fotos: Pexels

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